Die Pläne für das Neubaugebiet wurden geändert, und die Pläne wurden erneut öffentlich ausgelegt. Aus den veröffentlichen Plänen lässt sich aber kaum herauslesen, was sich geändert hat. Hier sind die 3 wesentlichen Änderungen:
- Das Oberflächenwasser soll jetzt in einer Leitung quer über den Friedhof abgeleitet werden.
Die Entwässerung der Häuser neben dem Friedhof soll nun nicht mehr auf direktem Wege in Richtung Ingelheimer Straße geführt werden.
Stattdessen soll das Abwasser der Häuser neben dem Friedhof mittels Abwasserhebeanlage hoch zum Abwasserkanal oberhalb des Friedhofes gepumpt werden.
Das Regenwasser von der Stichstraße soll in einer Leitung quer durch den Friedhof abgeleitet werden. Diese Leitung soll in etwa 3 m Tiefe mit dem sogenannten Spülbohrverfahren erstellt werden, und im Bereich der Wege laufen. An der vorgesehenen Stelle sollen nur abgeräumte Gräber sein.
Mit den Änderungen der Entwässerung ändert sich auch der Geltungsbereich des Bebauungsplans.
Bislang war im Gemeinderat Konsens, dass der Friedhof möglichst gar nicht von dem Neubaugebiet betroffen sein sollte.
- Neben dem Friedhof sollen jetzt größere Häuser erlaubt sein.
Bislang - in der alten Planung - waren hier 4 sogenannte Gartenhofhäuser vorgesehen. Diese waren von der Anlage her Einfamilienhäuser, die auch eine Einliegerwohnung dazu haben durften. Die Ausrichtung der Wohnräume war damit ganz selbstverständlich zum Hof hin, so dass sich eine Trennung zum Friedhof ganz natürlich ergibt.
In den neuen Plänen sind hier jetzt Gebäude mit bis zu 3 Wohneinheiten erlaubt, die auch deutlich größer sein dürfen. Der Wendehammer wird etwas verlegt, so dass die Stichstraße kürzer wird. Am Ende ist ein weiteres Gebäude geplant.
- Die Bushaltestelle am Kreisverkehr soll entfallen.
Die alten Planungen sahen eine Bushaltestelle am Kreisverkehr an der Ausfahrt vor (siehe Bild oben). Damit sollte eine Busbucht entstehen, so dass der Bus den nachfolgenden Verkehr beim Halt nicht ausbremst.
Auch wäre hier ein Wartehäuschen einfach möglich.
Zudem überlegte die Gemeinde, diese Haltestelle an den Ingelheimer Rufbus "MeinKarl" anzubinden. Dieser fährt am Wochenende und nachts nach Bedarf - und würde so gerade für Jugendliche das Nahverkehrsangebot noch einmal deutlich verbessern.
Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat in der letzten Abstimmung Bedenken angemeldet, und bevorzugte eine andere Lösung - nämlich den Bus vor dem Friedhof auf der Straße halten zu lassen.
Trotz der großen Vorteile der ursprünglichen Lösung hat die Gemeindeverwaltung diese Lösung nun fallengelassen.
Bei der jetzt laufenden Beteiligung der Öffentlichkeit können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken, Einwände und Anregungen an die Verwaltung senden (Frist bis 8. Mai 2026). Diese werden dann von dem beauftragten Planungsbüro zusammengestellt, und der Gemeinderat muss darüber entscheiden.
Wir haben unten den Link zu allen Plänen sowie ein Musterschreiben für Einwände und Anregungen eingestellt.
Musterschreiben für Einwände
- Word-Dokument am Ende dieses Artikels herunterladen. Namen und Adresse eintragen. Die Muster-Einwände gegen die eigenen Einwände und Anregungen austauschen.
- Dokument speichern und als PDF exportieren (wer das nicht auf dem Computer hat, kann das mit Onlinetools wie diesem hier machen).
- Per e-mail an die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim schicken (Adresse steht in der Word-Vorlage)



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